ANTWORTEN

> Brauche ich als Anfänger für Felder der Ehre eine Larp (Live-Rollenspiel)-Ausrüstung?


Wenn du das erste Mal bei "Felder der Ehre" dabei bist: Nein, die Larp-Ausrüstung (Gewänder, Shcaumstoff-Waffen, Elfenohren etc.) die du brauchst, verleihen wir oder basteln wir auf dem Event. Es muss nichts an Ausrüstung mitgebracht werden. Wenn du selbst schon Ausrüstung hast, dann kannst du sie natürlich gerne mitnehmen, du musst es aber nicht. Wenn du schon mal dabei warst und eine Ausrüstung besitzt/gebastelt hast, dann bring deine alte Ausrüstung unbedingt wieder mit!




> Brauche ich Outdoor-Ausrüstung?


Ja, als Teilnehmer*in brauchst Du generell:

  • einen Schlafsack
  • eine Isomatte und idealerweise ein Feldbett
  • warme Klamotten
  • genug trockene Socken
  • eine Mütze (ja, auch im Juli/August)
  • und ganz wichtig: eine Kopfbedeckung, aber keine Base-Cap, sondern irgendetwas, was „mittelalterlich“ aussieht
  • Trinkflasche
  • Sonnen - und Insektenschutzmittel
(WICHTIG! Wenn diese Dinge nicht vorhanden sind, müssen wir die Teilnehmer*in mit einem Notfallpaket ausstatten und berechnen dafür 15€.)




> Muss ich mein eigenes Essen mitbringen?


Nein, Essen und Getränke sind inklusive und bereits im Preis enthalten (außer beim Selbiatenlager).

Jede*r Spieler*in - es sei denn, sie/er ist explizit im "Selbiatenlager" anmeldet (das geht nur, wenn Du schon mindestens 4 Jahre lang auf "Felder der Ehre" warst) - bekommt eine Vollverpflegung, inklusive Getränke, Obst, Gemüse und Snacks, um auch außerhalb der Essenszeiten genug zu essen zu haben.
NEU: Im Selbiatenlager kann man inzwischen eine Vollverpflegung extra hinzubuchen!




> Ich war noch nie dabei bei Felder der Ehre. Brauche ich Vorkenntnisse?


Nein, keine Sorge. Du brauchst überhaupt keine Vorkenntnisse! Alles, was du wissen musst, um auf unseren Events, vor allem auf "Felder der Ehre", mitzuspielen, bringen wir dir bei.




> Kann ich auch vegetarisches Essen bestellen? Wie sieht es mit Unverträglichkeiten aus?


Jede besondere Essgewohnheit oder Unverträglichkeiten können bei uns angegeben werden. Wir stimmen dann in Absprache mit den Eltern bzw. der/dem Teilnehmer*in einen Menüplan ab. Unser Essen ist ausschließlich vegetarisch. Wie verwenden Bio-Produkte und versuchen, fast alles regional und nachhaltig zu bekommen.




> Manche Events sind nur für Teilnehmer*innen, die schon mal auf einem eurer Events dabei waren. Warum?


Wer an "Felder der Ehre" im sogenannten "Selbiatenlager" teilnehmen möchte, muss unsere Larp-Ausbildung absolviert haben. Darin vermitteln wir nicht nur gutes Larp-Spiel, sondern auch die notwendigen Skills, um selbständig Zelten zu können (Sauberkeit, Ordnung, Verpflegung, Umgang mit Sturm und Regen, etc.). Die Spieler*innen im Selbiatenlager sind nicht mehr Teil der regulären Ausbildung auf "Felder der Ehre" und können ihren Alltag weitgehend frei gestalten. Deshalb legen wir hier besonders wert auf eine abgeschlossene Ausbildung. Und deshalb ist das Selbiatenlager nur "fertigen" Spieler*innen vorbehalten.

Daneben gibt es Events, deren Setting oder Anforderungen an Charakterspiel höher sind, als andere. Um sich hier gut zurechtfinden zu können, verlangen wir daher für diese Events, den ECW-Hintergrund und unsere Art, Larp zu machen, schon einmal kennengelernt zu haben, bevor man an so einem besonderen Event teilnehmen kann.




> Wie viel der Zeit verbringt man IT (im Spiel) und wie viel OT (außerhalb vom Spiel)?


Von uns geplant gibt es täglich etwa 10 Minuten, die wir als OT-Fragerunde gedacht ist. Hier wollen wir erfahren, wie es dir im außerhalb vom Spiel geht und ob wir etwas machen können, damit es dir besser geht (dir zum Beispiel Decken geben, falls du nachts frieren solltest). In allen anderen Situationen bist du bestenfalls im Spiel und versuchst alles als dein Charakter zu machen. Sei es essen, schlafen oder deine Ausrüstung machen. All das kann man gut als sein Charakter machen. Auch die meisten Probleme lassen sich im Spiel klären und du musst nicht extra deswegen aus dem Spiel gehen.




> Kann ich auch einen Tag früher anreisen oder länger bleiben, wenn beispielsweise meine Anreise sonst zu lang ist?


Du kannst gerne einen Tag früher kommen oder auch einen Tag länger bleiben, wenn deine Zugverbindung oder dein allgemeiner Anreiseweg das nicht anders zulässt. Pro Tag verlängerung berechnen wir 10€ für Essen und Unterkunft. Schreib uns also einfach eine Mail und wir klären dann alles andere. Zudem ist unser Team immer ein paar Tage vorher mit dem Aufbau beschäftigt und freut sich über jede:n Tatkräftige:n, der sie dabei unterstützt.




> Was lernt man in den unterschiedlichen Lehrjahren? Und sind 4 Jahre Ausbildung überhaupt nötig?


Hier eine kurzübersicht über das, was man in den Lehrjahren lernt. Für genauere Informationen schaust du am besten hier. Hastati: Einblick in Larp in die verschiedenen Professionen 1. Lehrjahr: Grundlagen des Larps und in die Profession 2. Lehrjahr: Vertiefung des 1. Lehrjahres und Larpen als Gruppe 3. Lehrjahr: Führung übernehmen im LARP und Plotjagt Wir empfehlen also sehr, alle 4 Lehrjahre zu machen, da man in jedem Lehrjahr unterschiedliche Dinge lernt und man nur so in allen Bereichen was lernt. Zudem ist der Abschluss aller 4 Lehrjahre die Voraussetzung, um bei uns im Spielerlager spielen zu dürfen. Du musst die Lehrjahre allerdings nicht am Stück machen. Du kannst auch mal ein Jahr aussetzen und dann einfach im nächsten Jahr deine Ausbildung fortsetzen.




> Ich bin schon über 18, kann ich trotzdem als Hastati anfangen?


Auch wenn du schon über 18 bist, kannst du gerne als Hastati anfangen. Der Großteil der Hastati ist zwischen 14 und 18, aber du wirst nicht der einzige über 18 sein und wirst auch so auf jeden Fall Anschluss finden. Das Alter spielt nämlich keine große Rolle.





Antworten rund um die Events

> Wie steht es um die sanitären Anlagen auf den Events?


Auf unseren Events haben wir ökologische Mobiltoiletten. Trockene Sägespäne sorgen dafür, dass sie geruchlos bleiben – ohne dabei die Umwelt zu schädigen. Die Toiletten werden in einem ordentlichen Zustand gehalten. Die Behälter werden nach dem Event geleert und der Inhalt restlos kompostiert. Zusätzlich stehen unseren Teilnehmer*innen blickdichte Duschhütten zur Verfügung, die mit Campingduschen betrieben werden. Die nötigste Grundhygiene ist also sichergestellt.




> Ist das Event denn gefährlich?


Ein wichtiger Teil des Spiels ist die gegenseitige Rücksichtsnahme und Gefahrenminimierung. Wie bei allen anderen Outdoor – und Sportveranstaltungen gibt es aber natürlich auch gewisse Risiken, die jedoch überschaubar sind. So haben wir zwar immer wieder mal Kratzer, einen umgeknickten Fingernagel, blaue Flecken und Zeckenbisse, aber nichts, was sich Kinder nicht auch zuhause im Wald holen würden. Eine Impfung gegen FSME ("Zecken-Impfung") ist aus unserer Sicht ratsam.




> Wie ist der Ausbildungsstand der Betreuer?


Um unsere Teilnehmer*innen ganzheitlich zu fördern, haben unsere Betreuer*innen verschiedene Qualifikationen, die sich perfekt ergänzen. Von Psycholog*innen bis Philosoph*innen haben wir alles dabei. Betreuer*innen in Verantwortungspositionen besitzen zudem den Erste-Hilfe-Schein. Auf jedem unserer Events ist mindestens ein*e Sanitäter*in anwesend. Über das Jahr hinweg bieten wir unseren Teamer*innen zudem auch Fortbildungen zu rechtlichen und pädagogischen Themen, bei denen wir sie auf dem aktuellen Stand der Dinge halten.




> Sind die Kinder auf den Events versichert? Wer haftet im Schadenfall?


Im Krankheitsfall springt natürlich die gesetzliche oder private Krankenversicherung ein. Für Haftpflichtfälle ist die jeweilige Haftpflichtversicherung ihres Kindes zuständig. Das ist bei den meisten unserer Teilnehmer*innen die Familienversicherung oder eine entsprechende Privathaftpflichtversicherung.
Als Verein haben wir aber selbstverständlich auch eine Vereinshaftpflicht und für jede Veranstaltung eine separate Eventversicherung.




> Das sieht ja oft so kriegerisch aus auf den Events. Seid ihr etwa Militär-Freaks?


Nein, nichts von dem, was wir in unserem Spiel machen, hat etwas mit moderner Kriegsführung zu tun. Wir verherrlichen auch keine Gewalt. Die gespielte Kampfhandlung dient auf dem Event der Immersion (dem Eintauchen) in die Spielwelt und nicht etwa dem Erlernen tatsächlicher Kampffähigkeiten. Wir bedienen uns des Wettkampfs ähnlich wie es auch Kampfsportvereine (Karate, Judo, Fechten etc.) tun: Wir fördern damit das Bewusstsein für die eigene Stärke und den achtsamen Umgang damit. So schulen wir auch ein Bewusstsein für den eigenen Körper, die Umgebung und die Sicherheit anderer.




> Kann ich mir das Event auch nur mal anschauen? Zu Gast sein (auch als Eltern)?


Gerne können Sie einmal vorbeikommen und sich unser Event anschauen. Vereinbaren Sie einfach kurzfristig mit uns telefonisch oder per Mail einen Termin, damit wir das entsprechend an unseren Zeitplan anpassen können. Für interessierte Eltern gibt es am Ende des Events immer eine Präsentation, genauere Infos finden Sie auf unseren Eventseiten.




> Fördert ihr Inklusion? Wie macht ihr das?


Inklusion bedeutet für uns, dass alle Menschen gleichberechtigt an unseren Projekten teilhaben sollen. Wir lassen weder Unterschiede hinsichtlich Geschlecht, sexueller Orientierung, Gesundheitszustand, Behinderung, Herkunft, Hautfarbe noch Unterschiede bei der sozialen Zugehörigkeit oder dem finanziellem Hintergrund gelten.

Wenn es also persönliche Barrieren zur Anmeldung zu einer unserer Veranstaltungen geben sollte, sprechen Sie uns bitte an.

Bei inklusiven Veranstaltungen werden Teilnehmende mit individuellen geistigen bzw. körperlichen Bedürfnissen und Einschränkungen zusammengebracht und arbeiten bei der Bewältigung von Probleme und Herausforderungen zusammen. Ein genereller Trend besteht darin, dass Jugendliche mehr und mehr Zeit mit digitalen Medien und indoor verbringen (Netflix, YouTube, Computerspiele, Fernseher) anstatt draußen in der Natur gemeinsam mit Gleichaltrigen. Jugendliche mit einer körperlichen oder geistigen Einschränkung sind hier besonders benachteiligt: Das Spielen in der Natur ist für sie viel schwerer zugänglich, als sich mit anderen in digitalen Räumen zu vernetzen. Entsprechende technische Hilfsmittel (Einhandtastatur, Kopfmaus, Brailleschreiber, Screenreader etc.) tragen ihr übriges dazu bei.

Unsere Veranstaltungen und Kurse sind grundsätzlich alle inklusiv und wir wünschen uns ausdrücklich die Teilnahme aller Menschen bei unseren Projekten. Damit wir eine gleichberechtigte Teilhabe ermöglichen können, bitten wir uns ggfs auf Besonderheiten hinzuweisen, damit wir passende Voraussetzungen schaffen können.

Wir haben uns für unsere Events das Ziel gesetzt, Barrieren so weit es geht abzubauen und auch Jugendlichen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen die Möglichkeit zu bieten, teilzunehmen.

Unser bisherigen Förder-Projekt im Bereich Inklusion, (mit Aktion Mensch):

  • Ein Raum für Alle

  • Outdoor-Spiele für Alle

  • Inklusiver Escape Room




> Positive Wirkung auf Jugendliche mit ADS /ADHS


In den letzten Jahren haben wir festgestellt, dass unser Angebot auch gerne von Jugendlichen mit ADS /ADHS angenommen wird und in Kooperation mit den Eltern diese auch unser Jugendzeltlager ohne Medikamente (Ritalin o.ä.) erleben konnten.




> Was ist wenn mein Kind Heimweh oder Sorgen hat?


In Kooperation mit zwei Kinder- und Jugendpsychologen haben wir 2019 ein Counselor-Konzept für unsere Events entwickelt. Das bedeutet: wann immer ihr Kind Heimweh, Sorgen oder ein kleines Wehwehchen hat, stehen unsere extra geschulten Counselor mit einem offenen Ohr zur Seite. Sie nehmen sich für jede Sorge indivuell Zeit und begleiten das Kind so lange es die Betreuung wünscht oder benötigt. Gemeinsam wird entschieden mit welchem Weg Ihr Kind sich wohlfühlt. Egal ob Spielpause, Ruhezeiten oder ein Telefonat mit Mama oder Papa. Unsere Counselor sind da, wenn sie gebraucht werden und ergänzen somit unsere Sanitäter in der Betreuung der seelischen Gesundheit unserer Teilnehmer*innen. Zusätzlich führen wie 1x täglich in kleinen Gruppen Evaluationen mit allen Teilnehmer*innen durch. So stellen wir sicher, dass wir etwaige Probleme, Sorgen, Wünsche und Anliegen direkt erkennen, besprechen und lösen können.





Antworten für Eltern